[437][[A 131]]Aufruf des Bundes Heimatschutz gegen die Zerstörung der Laufenburger Stromschnellen
Nach Zeitungsnachrichten steht die Genehmigung des derzeitigen Projektes eines Kraftübertragungswerkes bei Laufenburg, durch welches die dortigen Stromschnellen, eines der schönsten Landschaftsbilder Deutschlands, ja der ganzen Welt, vollständig zerstört werden sollen, unmittelbar bevor.
Wir wissen wohl, daß in der heutigen Zeit scharfen internationalen Wettkampfes auf industriellem Gebiet auf die Ausnützung der hier vorhandenen Wasserkräfte nicht verzichtet werden kann und verlangen daher auch nicht die gänzliche Unterlassung der geplanten Erschließung aus Rücksicht auf die Naturschönheit; wohl aber meinen wir, daß es unrichtig ist, etwas zu zerstören, was keine Menschenkunst je wieder bereiten kann, um etwas zu erlangen, was man heute schon und wahrscheinlich bald in noch weit vollkommenerem
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Grade aus den häufigsten und gleichartig wiederkehrenden Naturerscheinungen gewinnen kann. [437]A: vollkommenem
Die vom Bund Heimatschutz in diesem Sinne an die beteiligten Regierungen gerichtete Bitte, vor Erteilung der jetzt schwebenden Konzession Gutachten der ersten technischen Autoritäten in Deutschland und der Schweiz einholen oder
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ein Preisausschreiben unter den Ingenieuren aller Länder veranstalten zu lassen, um eine Ausnützung der Laufenburger Wasserkräfte unter tunlichster Erhaltung der Naturschönheit zu ermöglichen, und sein Anerbieten, nötigenfalls die Mittel dafür aufzubringen, sind bisher erfolglos geblieben. Die Unterzeichneten wenden sich daher jetzt an die öffentliche Meinung von ganz Deutschland und der Schweiz mit einem Protest nicht [A 132]gegen das Kraftwerk überhaupt, aber gegen das jetzige Projekt – in der Überzeugung, daß ein Weg gefunden werden kann und jedenfalls mit denA: einholen, oder
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vom Bunde Heimatschutz vorgeschlagenen Mitteln gesucht werden muß, um dem deutschen Volke dieses Kleinod zu erhalten. A: dem
[438]Zustimmungserklärungen werden an die Geschäftsstelle des Bundes Heimatschutz, Herrn Robert Mielke, Charlottenburg, Rönnestraße 18, erbeten.