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MWG digital

Die digitale Max Weber-Gesamtausgabe.

[95]Editorischer Bericht

I. Zur Entstehung

Im Münchener Nachlaß Max Webers befindet sich ein dreiseitiges handgeschriebenes Manuskript mit dem Titel „Georg Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft“.
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[95] Das Original befindet sich in: Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 4.
Es bildet den Anfang einer abgebrochenen Abhandlung. Die ursprüngliche Überschrift lautet „Simmel, Prof. Dr Georg, Soziologie“ und enthält den expliziten Hinweis auf die „inzwischen erschienene ‚Soziologie‘ Simmels“.
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Vgl. unten, S. 101, textkritische Anm. a und S. 109, Fn. 1. Gemeint ist: Simmel, Georg, Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung. – Leipzig: Duncker & Humblot 1908 (hinfort: Simmel, Soziologie).
Die Veröffentlichung von dessen zweitem soziologischem Hauptwerk erfolgte in der ersten Juni-Woche 1908.
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Vgl. dazu den Editorischen Bericht in: Simmel, Soziologie, hg. von Otthein Rammstedt, in: GSG, Band 11, S. 877–905, hier S. 904.
Webers Ausführungen dürften also in die zweite Jahreshälfte 1908 fallen. Genaueres aber wissen wir nicht.
Der hier edierte Text könnte der Anfang einer kritischen Rezension von Georg Simmels „Soziologie“ sein. Dies legt jedenfalls der Zusatz „Anfang einer Besprechung von Simmels Soziologie“ von Marianne Weber auf der Rückseite des Manuskripts nahe.
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Weber, Simmel als Soziologe und Theoretiker des Geldes, Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 4, handschriftlicher Zusatz von Marianne Weber auf der Rückseite des 2. Doppelbogens.
Noch vor Auslieferung von Simmels Werk erkundigt sich Weber bei Ferdinand Tönnies, ob er bereit wäre, für das „Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik“ eine Rezension zu übernehmen.
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Vgl. den Brief Max Webers an Ferdinand Tönnies vom 4. Juni 1908: „Es liegt uns in diesem Einzelfall außerordentlich viel daran, gerade Sie zu Worte gelangen zu lassen.“ (MWG II/5, S. 583 f., hier S. 583). Weber verleiht der Bitte zusätzlichen Nachdruck, indem er ein – für damalige Verhältnisse – wohl recht ordentliches Honorar, 120 Mark pro Bogen, anbietet. Auch ein zweiter Anlauf am 21. Juli 1908 (vgl. MWG II/5, S. 607) bleibt ergebnislos, so daß nach einer kurzen Notiz von Edgar Jaffé, veröffentlicht in: AfSSp, Band 27, Heft 3, 1908, S. 831, zwei Jahre später schließlich eine Rezension von David Koigen im Rahmen eines Besprechungsaufsatzes erscheint, vgl. Koigen, David, Soziologische Theorien, in: AfSSp, Band 31, Heft 2, 1910, S. 908–924.
Nach dessen Absage wendet er sich offenbar direkt an Georg Simmel mit der [96]Frage, wer seine „Soziologie“ besprechen könnte. Simmels Antwort lautet: „Natürlich wäre es mir am liebsten, wenn Sie es täten – denn Sie sind wirklich kompetent‘, ich weiß es besser.“
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[96] Vgl. den Brief von Georg Simmel an Max Weber vom 17. Juli 1908, in: GSG, Band 22: Briefe 1880–1911, S. 636. Er spricht dort über die „miserable Verfassung“ der „wissenschaftlichen Kritik“ und schlägt am Ende vor, bei „Dr. Koppel“ anzufragen (ebd., S. 637). August Koppel hatte in seiner Dissertation das erste Kapitel „Von Marx zu Simmel“ überschrieben, vgl. Koppel, August, Für und wider Karl Marx. Prolegomena zu einer Biographie (Volkswirtschaftliche Abhandlungen der Badischen Hochschulen, hg. von Carl Johannes Fuchs, Eberhard Gothein, Karl Rathgen, Gerhard (sic!) von Schulze-Gävernitz, Band 8, Heft 1). – Karlsruhe: G. Braun 1905, S. 1–21 (vgl. die editorische Anm., GSG, Band 22, S. 639).
Aber Simmel bleibt vorsichtig und will Weber nicht bedrängen. Einen Monat später versucht Weber ein zweites Mal, Ferdinand Tönnies zu gewinnen, doch ohne Erfolg.
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Brief Max Webers an Ferdinand Tönnies vom 21. Juli 1908, MWG II/5, S. 607. Zum Hintergrund vgl. oben, S. 95, Anm. 5.
Vielleicht entscheidet er sich daraufhin, die Rezension selbst zu schreiben.
Die geänderte Überschrift des Fragments von „Simmel, Prof. Dr Georg, Soziologie“ zu „Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft“ sowie der Hinweis im Text, daß Weber sich mit „beiden soziologischen Hauptschriften“, also außer mit der „Soziologie“ auch mit der „Philosophie des Geldes“ befassen wolle, lassen vermuten, daß Weber sich umfassend und vertieft mit „Simmels wissenschaftlicher Eigenart“ auseinandersetzen wollte.
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Vgl. unten, S. 102 (beide Zitate); zur Überschrift ebd., S. 101, textkritische Anm. a.
Davon zeugen das von Weber bearbeitete Handexemplar der „Soziologie“ und zwei überlieferte Exzerpte zu diesem Buch.
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Simmel, Soziologie, weist Bearbeitungsspuren von Max Weber (und auch von Eduard Baumgarten) auf, vgl. das Original-Handexemplar in der Diözesanbibliothek Aachen, Kopien in der Max Weber-Arbeitsstelle, BAdW München. Die handschriftlichen Exzerpte: Weber, Simmel, Soziologie, befinden sich in: Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 5, vgl. den Abdruck im Anhang, unten, S. 528–552.
Die beiden Aufsätze „Über sociale Differenzierung“ und „Das Problem der Sociologie“, die von Simmel in die Buchfassung eingearbeitet wurden, erwähnt Weber bereits in seiner nationalökonomischen Hauptvorlesung in den 1890er Jahren.
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Simmel, Georg, Über sociale Differenzierung. Sociologische und psychologische Untersuchungen (Staats- und socialwissenschaftliche Forschungen, Band 10, Heft 1). – Leipzig: Duncker & Humblot 1890, und ders., Das Problem der Sociologie, in: Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich, N. F., 18. Jg., 1894, S. 1301–1307, fanden Eingang in Simmel, Soziologie, vgl. dazu den Editorischen Bericht zu Simmel, Soziologie, in: GSG, Band 11, S. 877–905, hier S. 877 und 880–884. Von Weber wurden beide Aufsätze im Zusammenhang mit § 7 bzw. 6 „Verhältnis der Wirtschaft zu den anderen Culturerscheinungen, insbesondere Recht und Staat“ der Vorlesung zitiert, vgl. Weber, Allgemeine („theoretische“) Nationalökonomie, MWG III/1, S. 96 (Literaturliste) und S. 369.
Die erste Auflage der „Philosophie des Geldes“ las er – wie Marianne Weber ihrer Schwie[97]germutter berichtet – während seines Genesungsaufenthaltes in Rom im Winter 1901.
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[97] Vgl. Brief von Marianne Weber an Helene Weber vom 10. Dezember [1901], Bestand Max Weber-Schäfer, Deponat BSB München, Ana 446.
Von der zweiten Auflage, die 1907 erschien, ist ebenfalls ein Handexemplar überliefert.
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Simmel, Georg, Philosophie des Geldes, 2., vermehrte Aufl. – Leipzig: Duncker & Humblot 1907. Webers Handexemplar befindet sich in der Diözesanbibliothek Aachen.
Weber war folglich mit dem soziologischen Werk Georg Simmels vertraut.
In der zweiten Folge des „Roscher-Knies“-Aufsatzes von 1905 bekundet Weber erstmalig die Absicht, eine Abhandlung über Georg Simmel zu schreiben.
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Vgl. Weber, Roscher und Knies II, S. 143, Fn. 1: „Eine systematische Kritik von Simmels Standpunkt ist hier nicht beabsichtigt. Auf manche seiner, wie immer, sachlich feinen und künstlerisch geformten Thesen komme ich demnächst wohl im Jaffé-Braunschen Archiv zurück.“
Dort bezieht er sich auf einen gerade veröffentlichten Aufsatz von Othmar Spann, welcher der Auseinandersetzung mit Georg Simmel gewidmet ist.
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Spann, Othmar, Untersuchungen über den Gesellschaftsbegriff zur Einleitung in die Sozilologie, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, 61. Jg., 1905, S. 302–344. Weber, Roscher und Knies II, verweist einerseits (ebd., S. 143, Fn. 1) auf Spanns „logische Kritik“ des zweiten Kapitels (Von den historischen Gesetzen) von Simmels „Die Probleme der Geschichtsphilosophie“, andererseits (ebd., S. 138, Fn. 2) auf Spanns Behandlung von „Simmels in seinen verschiedenen Schriften verstreute[n] Äußerungen über den Gesellschaftsbegriff und die Aufgaben der Soziologie“. – Zu Webers Rekurs auf Spann vgl. die Bandeinleitung, oben, S. 32 f.
Diese ging, zusammen mit weiteren Aufsätzen (darunter über Dilthey und Stammler) in überarbeiteter Form in Spanns „dogmenkritische Untersuchung“ mit dem Haupttitel „Wirtschaft und Gesellschaft“ ein.
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Spann, Othmar, Wirtschaft und Gesellschaft. Eine dogmenkritische Untersuchung (Untersuchungen über den Gesellschaftsbegriff zur Einleitung in die Gesellschaftslehre, Band 1). – Dresden: O. V. Böhmert 1907 (hinfort: Spann, Wirtschaft und Gesellschaft).
Auf diese Publikation bezieht sich Weber explizit in seinem Text über Simmel.
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Vgl. unten, S. 108, Fn. 1 mit Anm. 15.
Wie sein Exzerpt „Spann gg. Simmel“ belegt, greift er vor allem Spanns kritische Auseinandersetzung mit Simmels Begriff der „Wechselwirkung“ auf.
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Weber, Spann gg. Simmel, Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 5, vgl. den Abdruck im Anhang, unten, S. 553–557.
Ganz offensichtlich steht auch dieses Exzerpt in einem direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Lektüre von Simmels 1908 erschienenen „Soziologie“; das geht auch aus dem Zusatz Webers „Ganz richtig, cf. meine Bemerkung bei Simmel, Soziologie S. 7“ hervor.
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Ebd., unten, S. 556 mit Anm. 1.
Max Webers kritische Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Soziologie Georg Simmels blieb in den Anfängen stecken. Warum er diesen Text [98]nicht fortführte, ist unbekannt. Möglicherweise wollte er mit seiner Kritik an Simmels Soziologie dessen Berufungschancen nicht negativ beeinflussen.
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[98] Vgl. Weber, Simmel, unten, S. 103 mit Anm. 3. Die Berufung auf den zweiten Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Heidelberg war, wie bereits aus der Karte Max Webers an Marianne Weber vom 16. März 1908 (MWG II/5, S. 457) hervorgeht, gescheitert. Zu den Hintergründen vgl. insbes. die Editorische Vorbemerkung zum Brief Max Webers an Georg Jellinek vom 21. März 1908, ebd., S. 467–469, sowie die nachfolgenden Briefe an Heinrich Rickert vom 21., 27. März, 1., 18. und 19. April 1908, ebd., S. 471 f., 482 f., 492–497 und 527–531, hier S. 527 ff.
Seine wenigen späteren Äußerungen zu Simmels Soziologie sind entweder verhalten, wie im Kategorienaufsatz, der noch zu Simmels Lebzeiten erschien,
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Weber, Über einige Kategorien der verstehenden Soziologie, unten, S. 389–391, Fn. 1.
oder kritisch, wie in den „Soziologischen Grundbegriffen“. Dort heißt es: „Von Simmels Methode (in der ‚Soziologie‘ und in ‚Philos[ophie] des Geldes‘) weiche ich durch tunlichste Scheidung des gemeinten von dem objektiv gültigen ‚Sinn‘ ab, die beide Simmel nicht nur nicht immer scheidet, sondern oft absichtsvoll ineinander fließen läßt.“
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Weber, Soziologische Grundbegriffe, MWG I/23, S. 147–215, hier S. 148 (Vorbemerkung).

II. Zur Überlieferung und Edition

Das dreiseitige Manuskript wurde von Johannes Winckelmann im Februar 1982 zusammen mit anderen, von ihm gesammelten Manuskripten Max Webers an die Bayerische Staatsbibliothek München übergeben. In der Aufstellung findet sich der Vermerk „Marianne Weber an Jhs. Winckelmann“.
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Empfangsbestätigung der Bayerischen Staatsbibliothek vom 22. Februar 1982, unterzeichnet von Dr. Sigrid von Moisy, Akten der Max Weber-Arbeitsstelle, BAdW München. Gleichzeitig wurden auch die Exzerpte zu Simmel und Spann übergeben, Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 5.
Wann Marianne Weber diese Schenkung an Johannes Winckelmann machte, konnte nicht ermittelt werden.
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Der erste nachweisliche Briefkontakt zwischen Marianne Weber und Johannes Winckelmann datiert auf Mai 1925. In ihrem Brief antwortet Marianne Weber auf Winckelmanns „Anfragen“, vgl. Brief von Marianne Weber an Johannes Winckelmann vom 20. Mai 1925, Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446. Es könnte sein, daß Marianne Weber die Originalmanuskripte Winckelmann bei einem seiner Heidelberg-Besuche in den 1920er Jahren geschenkt hat. Die Simmel-Exzerpte und vermutlich auch das Simmel-Fragment waren in einem Briefumschlag aufbewahrt, der von dritter Seite an Marianne Weber adressiert war und einen Poststempel vom 25. September 1925 trägt (ebd., OM 5). Im Februar 1927 schreibt sie: „Ich danke Ihnen herzlich für Ihre große Teilnahme am Werke meines Mannes, sie ist mir eine große Freude. […] Ich grüße Sie in innerer Verbundenheit u. hoffe auf ein Wiedersehen.“ Brief von Marianne Weber an Johannes Winckelmann vom 5. Februar 1927, ebd.
Johannes Winckelmann ließ eine Transkrip[99]tion des Manuskripts anfertigen,
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[99] Im Nachlaß von Johannes Winckelmann sind eine handschriftliche Transkription von Unbekannt (vermutlich von einem Mitarbeiter des Soziologischen Instituts der Universität München) sowie eine 10-seitige maschinenschriftliche Abschrift der Transkription (mit handschriftlichen Zusätzen von Winckelmann und Unbekannt) überliefert, vgl. Archiv BAdW, Nl. Winckelmann, Nr. 316. Die maschinenschriftliche Notiz „Zu Max Webers (in den allerersten Anfängen steckengebliebenem) Ms. ‚Georg Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft‘“, unterzeichnet von Johannes Winckelmann am 22. Mai 1962, befindet sich allerdings bei dem Originalmanuskript in: Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 4.
welche die Grundlage für eine englische und eine deutsche Publikation bildete.
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Zur englischen Übersetzung: Weber, Max, Georg Simmel as Sociologist, Introduction by Donald N. Levine, in: Social Research, vol. 39, no. 1, 1972, p. 155–163. Nach der Einführung von Levine (ebd., p. 155–158) folgt der von ihm ins Englische übersetzte Text des Fragments (ebd., p. 158–163). Das Typoskript von Winckelmann hatte er von Guenther Roth erhalten, vgl. dessen Brief an Johannes Winckelmann vom 22. April 1970, Akten der Max Weber-Arbeitsstelle, BAdW München. – Zur deutschen Ausgabe: Weber, Max, Georg Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft, in: Simmel Newsletter, vol. 1, no. 1, Summer 1991, p. 9–13. Dort findet sich der Vermerk, daß Gert Schmidt, Bielefeld, das Typoskript 1975 von Benjamin Nelson, New York, erhalten habe (ebd., S. 13, Anm. 1). Das Typoskript hat Gert Schmidt am 15. Juni 2011 der Max Weber-Arbeitsstelle, BAdW München, übergeben. Es besteht hauptsächlich (S. 3–8) aus Kopien der bereits erwähnten 10-seitigen Abschrift der von Winckelmann in Auftrag gegebenen Transkription mit den Zusätzen von seiner Hand (vgl. oben, Anm. 24) und im Anfangsteil aus zwei neu abgetippten Seiten.
Winckelmann bereitete selbst eine Veröffentlichung vor, die aber nicht zustande kam.
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Das Simmel-Fragment Max Webers war für eine Publikation vorbereitet und sollte erscheinen in: Weber, Max, Drei Manuskripte aus dem Nachlaß, hg. von Johannes Winckelmann (Veröffentlichungen des Max Weber Instituts der Universität München, Band 2). Dies geht aus dem maschinenschriftlichen Titelblatt und Inhaltsverzeichnis sowie einer weiteren 5-seitigen maschinenschriftlichen Abschrift der Transkription hervor. Vgl. Archiv der BAdW, Nl. Winckelmann, Nr. 316.
Dem Abdruck liegt das handschriftliche Original mit dem Titel „Georg Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft“, Deponat Max Weber, BSB München, Ana 446, OM 4, 3 Blätter (A), zugrunde. Die Manuskriptseiten sind von dritter Hand mit I bis III am oberen linken Rand paginiert. Diese Zählung wird übernommen und als A I–III sigliert. Es handelt sich um zwei Doppelbögen, von denen jeweils die Vorderseiten beschrieben sind. Vom ersten Bogen wurde die zweite Blattvorderseite durch angeklebte Allongen erweitert, und zwar am linken und rechten unteren Blattrand.
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Vgl. unten, S. 107, Z. 2–6 [„Das Entscheidende … hat“] und S. 107, Z. 15 bis S. 108, Z. 9 [„Lebens … zu prüfen“].
Vom zweiten Bogen ist nur das erste Vorderblatt (mit der Seitenzahl III) von Max Weber beschrieben.
Das Originalmanuskript weist neben den Allongen viele Einschübe und Zusätze auf, die hier, um die Lesbarkeit des Textes nicht zu erschweren, nicht diakritisch nachgewiesen werden. Alle Streichungen werden hingegen im [100]textkritischen Apparat annotiert. Dies betrifft auch die gestrichene Überschrift „Simmel, Prof. Dr. Georg, Soziologie“, die durch die neue „Georg Simmel als Soziologe und Theoretiker der Geldwirtschaft“ ersetzt wurde. Altertümliche Schreibweisen Max Webers sind beibehalten.
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[100] Frau Diemut Moosmann hat die Transkription neu angefertigt und mit der älteren Transkription von Johannes Winckelmann (vgl. dazu oben, S. 99, Anm. 24) verglichen. Im Gegensatz zu den dort vorgenommenen stillschweigenden Eingriffen werden in der Edition Eingriffe in defekte Satzkonstruktionen oder grammatikalische Korrekturen im Weber-Text sichtbar gemacht, z. B. unten, S. 108 mit textkritischer Anm. e und S. 110 mit textkritischer Anm. n. Winckelmann änderte auch ohne ersichtlichen Zwang z. B. „die Analyse“ in „die einfache Analyse“ (unten, S. 106, Z. 22) oder: „Fachinteressen“ in „Interessen“ (unten, S. 107, Z. 18).